2018/2019 – Mongolei

Sowohl 2018 als auch 2019 hatte ich die Gelegenheit, beruflich in die Mongolei zu reisen. Glücklicherweise konnte ich dies auch dazu nutzen, das Land kennenzulernen, und zwar einmal im Herbst, einmal im Frühling. Begleitet wurde ich bei beiden Reisen von einem meiner Mitarbeiter.

Die Flugverbindung in die Hauptstadt der Mongolei, Ulan Bataar, ist von München nur suboptimal. Es geht über Berlin und Moskau mit dementsprechenden Zwischenaufenthalten. War der Umstieg in Berlin lediglich von Chaos und dem stark sanierungsbedürftigen Flughafen geprägt, wurde es in Moskau wieder deutlich moderner. Einzig die ausnahmslos weiblichen Flughafenmitarbeiter kamen uns etwas gelinde gesagt unterkühlt vor. Lifehack für die Raucher: Da auf dem gesamten! Flughafengelände rauchen verboten ist entweder auf Vorrat rauchen (Gruß an Christian M.) oder heimlich auf der Toilette. Der Flug von Moskau nach Ulan Bataar geht dann über das Uralgebirge und Sibirien am Baikalsee vorbei in die Mongolei. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich kann meinen Blick dabei kaum vom Fenster abwenden. Unglaublich schöne Landschaften wechseln sich in atemberaubender Geschwindigkeit ab. Und einige Gebiete habe ich während des Fluges auf die „Todo-Liste“ in meinem Kopf gesetzt.

Angekommen in Ulaan Bataar wird man von einer typischen Großstadt empfangen. Der Airport ist relativ modern, alles wirkt aufgeräumt … bis man das Gelände verlasssen hat und im Verkehr steckt. Fast alles ist sechsspurig ausgebaut. Trotzdem benötigt man für 10km gerne mal drei bis vier Stunden. Der erwartete Kulturschock bleibt aus. Im Hotel sowieso, denn wir bewohnen das Kempinski Khaans Palace (wie fast alles in der Mongolei nach Dschingis Khaan benannt).

Die freien Tage sind zunächst geprägt von Sightseeing, ganz klassisch die Sachen, welche im Reiseführer stehen. Dazu gehört die Statue des Dschingis Khaan in der Steppe (das größte Edelstahlpferd der Welt… krass), das Zentrum der Hauptstadt mit dem berühmten Platz und der Turtle Rock, ein Schildkrötenfelsen außerhalb der Stadt.

Wir wollen mehr! Unser erstes Mikroabenteuer führt uns auf den Schwarzmarkt. Hier gibt es alles, vom Pferdesattel über Autoersatzteile bis hin zu unüberblickbaren Weiten an Produktfälschungen. Es gibt sowohl gefälschte Elektronik, als auch gefälschte Kleidung. Am Besten haben mir allerdings die falschen Fälschungen a la „RPADA“-Handtaschen gefallen.

Gerade bei unserer zweiten Reise in die Mongolei haben wir viele Sachen entdeckt. Wir unternahmen mehrere Wanderungen in die weniger wohlhabenden Vororte der Hauptstadt, von denen uns eigentlich abgeraten wurde. Wir bereuten es nicht. Mega freundliche Menschen, viele neugierige Kinder, fantastische Ausblicke auf die Stadt und interessante Einblicke in die Wohn- und Bausituation abseits der modernen Wohnanlagen boten sich uns.

Natürlich war auch die Landschaft der Mongolei ein Thema für uns. Über einen Kontakt konnten wir bei einem Local Cross-Motorräder mit Guide buchen. Klar, die Motorräder wären bei uns direkt in der Verwertung gelandet, es war aber trotzdem ein tolles Erlebnis. Wir durchfuhren Steppe, Wälder und Schlammfelder, passierten Jurten und wilde Pferdeherden und wurden zwischendurch auch noch einheimisch bekocht (ähnlich wie in vielen anderen Ländern werden Gemüse und Fleischreste in einen Topf gegeben, gekocht bis alles zerfällt und dann gegessen).

Eine ähnlich spannende Tour hatten wir schon während unserer ersten Reise gemacht, als ich mich in Ulan Bataar mit meinen Eltern traf. Diese hatten einen Jeep und so bereisten wir das mongolische Hinterland Offroad und sahen die Lebensweise der Mongolen abseits der Hauptstadt eindrücklich.

Zusammenfassend ist die Mongolei für mich ein unglaublich freundliches, beeindruckendes und einfaches Reiseland. es lässt sich gar nicht beschreiben, wie viele tolle Momente dort in kurzer Zeit erlebt werden können. Eins sei jedoch gesagt: entweder ist es dort arschkalt oder total heiß (dies würde ich bei der individuellen Reiseplanung berücksichtigen)! Es scheint jedoch fast! immer die Sonne.

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