2020 – Weltreise Teil 1 – Umzug in ein anderes Leben

Nachdem wir 2015 beschlossen hatten unseren Hausstand aufzulösen, um in einem Fahrzeug auf unbestimmte Zeit die Welt zu bereisen und einen für uns neuen Lebensstil auszuprobieren, hatten wir den Start für 2019 geplant und vorbereitet. Der Glücksgriff mit unserem Steyr bot uns schon 2016 die Basis für das doch herausfordernde Unterfangen.

Heute im Juli 2020 haben wir es endlich geschafft! Nach ein paar ungeplanten Wendungen sind wir mit einem Jahr Verspätung/Verlängerung und einigen einschneidenden Erfahrungen, in jeder Hinsicht, tollen Erlebnissen mit Familie und Freunden in unser Auto gezogen. Einen zusätzlichen Berufsabschluss und ein paar Lizenzen gabs noch fast gratis dazu. Vielen Dank hier noch einmal an alle, die uns zu jeder Zeit bei unseren Plänen unterstützt haben, immer hinter uns standen, mit uns durch die Täler gegangen sind, aber auch so richtig fett das Leben gefeiert haben! Das hört jetzt auch nicht auf mit Euch, es wird nur anders! Auch sind hier besonders unsere Eltern nicht zu vergessen, die uns unsere Freigeistigkeit anerzogen oder zumindest nicht ausgetrieben haben. Wissen wir nicht genau. Wir können uns einfach nicht daran erinnern, ob wir schon nach der Geburt gedacht haben: „Probieren wirs mal aus …, sonst finden wir schon eine andere Lösung!“ Vielleicht hab ich auch einfach nur an Kuchen gedacht.

Nun genug mit so viel Emotionen … jedenfalls geht so ein Abschied, besser gesagt ein Start in sowas Neues auch nicht spurlos an uns vorbei.

Mit Corona haben wir kurzerhand nochmal alle Pläne über den Haufen geschmissen, den Steyr eingepackt, Fahrräder, Ski und 3 Kisten eingelagert. Uns eine professionelle Sekretärin zugelegt, die uns regemäßig unsere Post zukommen lässt und sind pünktlich einen Tag nach meiner Abschlussprüfung aufgebrochen. Unsere spontane Reiseroute führt uns vorbei an Freunden und Familie und wir verbringen so noch 2 Nächte im Raum Landsberg am Lech / Ammersee. Von dort soll es Richtung Fränkische Schweiz gehen. Nach Nürnberg steuern wir einen Autobahnparkplatz an und überlegen uns, wo es für uns als nächstes hin gehen soll. Kurze Zeit später landen wir in Spies auf einem Wanderparkplatz. Bei einem Spaziergang entpuppt sich das ganze als Wanderparadies. Von außen alles grün, im Wald beeindruckend.

Wir finden unsere ersten Kletterrouten des Frankenjuras welche Ihrem Ruf, schwer bezwingbar zu sein, am nächsten Morgen gleich gerecht wurden. Aber der am Vorabend gemachte Kraxelweg Eibgrad entschädigt eh für jegliche Mühe an den Monsterrouten. Entgegen unserer Angst uns durch das Leben im Auto zu wenig zu bewegen haben wir am vierten Tag schon ordentlich Muskelkater. Erst mal Regeneration. Weiter geht’s nach Pottenstein. Auch hier sind wir beeindruckt von den Wasserläufen, prägnanten Felsen die sich durch kurze knackige Aufstiege durch meist nicht so stark ausgesetzte Wege, wie wir das aus dem Alpenraum gewohnt sind, erreichen lassen. Auch das Dolomitgestein der Fränkischen Schweiz ist eine wirklich schöne, griffige, vielfältige Alternative zum bröseligen Kalk. Man bekommt ohne weiteres kiloweise Selbstsicherungsmaterial im löchrigen, mit Sanduhren durchzogenen und für Klemmkeile geschaffenen Fels unter und Christian sichert eine Kletterroute fast ausschließlich mit Klemmkeilen ab.

Ein besonders Highlight für uns ist hier ein erneutes Treffen mit unseren Freunden Johanna und Enrico, dem Gesicht Frankens. Schön, dass ihr da wart und unser Zelt wartet auf euch.

Zum Abschluss der Region geht es noch nach Bayreuth. Eigentlich könnten wir hier noch Wochen und Monate verbringen und alles Mögliche entdecken, aber der Winter naht.

Nachdem wir Bayreuth einen Besuch abgestattet haben, geht’s nach Sachsen. Wir fahren durch das Vogtland über Falkenstein (sehr netter Tierpark) zur Talsperre Eibenstock. Hier wandern wir und gehen klettern (kurz, aber heftig) und orientieren uns weiter Richtung Elbsandsteingebirge. Wir suchen uns eine Base in Pirna und besichtigen zunächst die Stadt: wir sind geflasht…megaschön, viele Cafés und tolle Gärten. Wir besichtigen natürlich auch das touristische Highlight, die Bastion. Solch beeindruckende Fels- und Burganlagen, gepaart mit grandiosen Ausblicken.

Wir haben Deutschland noch nichtmal verlassen und trauen unseren Augen kaum. Durch unsere Kawasaki sind wir total flexibel und cruisen auf Nebenstraßen durch die tolle Landschaft.

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