2020 – Weltreise Teil 4 – Lettland

Nach unserem Speedritt durch Nordpolen und Litauen fanden wir ein schönes Plätzchen für die Nacht und konnten bei absoluter Ruhe entspannen.

Unsere nächste Station wurde auf Riga, die Hauptstadt Lettlands, festgelegt. Unsere Köpfe waren noch voll mit den fantastischen Eindrücken Danzigs, deshalb waren wir auch gar nicht sooo gespannt. Aber anschauen wollten wir Riga unbedingt. Wir parkten im Zentrum und gingen erstmal AUF DIE Suche nach Frühstück. Es gab tolle Gassen, viele Cafés und Restaurants und alles hatte den Charme einer tollen Hafenaltstadt. Aber es riss uns nicht vom Hocker. Gemeinsam motivierten wir uns, noch weiter zu spazieren und einen Park zu besuchen. Hier waren wir zum ersten mal beeindruckt: es gab, im Einklang mit den Coronaregeln, ein tolles Geigenkonzert bei bestem Sommerwetter unter freiem Himmel. Wir suchten uns ein einsames Plätzchen auf einer Wiese, lauschten den Klängen und bemerkten das freie WLAN, welches megaschnell war 😉 Sarah nutzte dies gleich für ihre Videotelefonate nach Hause. Auf dem Rückweg zum Auto nahmen wir eine andere Route und was sollen wir sagen: wir kamen in einen fantastisch angelegten Garten inmitten der Stadt, es gab Cafés und kleine Stände. Unglaublich schön und so unerwartet. Unser Bild von Riga wurde noch einmal fünf Stufen nach oben gehoben!

Nach diesen Eindrücken wollten wir ans Meer! Dumme Idee… am Wochenende im August während der Ferien bei bestem Wetter. Wir quälten uns von einem Stau in den nächsten, bogen wieder und wieder falsch ab und landeten damit in der nächsten Ferienhaussiedlung. Entnervt beschlossen wir, noch etwas zu fahren. Doch kurz drauf ein Abzweig in den Wald, laut Karte endete dieser an einem See. Und wir fanden damit einen traumhaften Stellplatz (an dem wir spontan drei Tage blieben). Christians Angelversuche scheiterten zunächst am Untergehen des Schwimmers und dann am zu dichten Uferbewuchs, sodass der Haken irgendwo blieb, aber nicht im Wasser landete. Aber das Essen geht uns so schnell eh nicht aus…

So schön es am See war, wir wollten doch ans Meer! Also weiter. Aber zunächst noch in den Nationalpark auf dem Weg: Den Gauja Nationalpark. Hier fanden wir einen tollen Platz, welcher sogar für Wanderer und andere Gäste ein paar Sitzbänke und Feuerstellen vorhielt. Also war die Abendgestaltung schonmal gesichert.

Da wir nur 20m vom Fluss Gauja entfernt standen, hatten wir die Idee, mit unserem Boot durch den Nationalpark zu fahren, um Flora und Fauna zu bestaunen.

Flora sahen wir auch sehr viel, Fauna abgesehen von einer Forelle und vielen vielen Tierspuren (von Waschbären, Ottern, o.ä.) eher nicht. Aber die eine Forelle ließ das Anglerherz höher schlagen und ein neuer Versuch wurde gestartet. Diesmal funktionierten die Ausrüstung und auch die Wurftechnik. Aber die Strömung sorgte dafür, dass auch dieser Angelversuch ohne Beute bleiben sollte. Apropos Strömung: Auch unser Bootsausflug verlief anstrengender als gedacht: wir starteten clevererweise flussaufwärts, um dann zum Auto zurückzugleiten und auf jeden Fall bis dahin zurückzukommen. Dies erwies sich als goldrichtig, denn die Tour flussaufwärts war megaanstrengend und wir kamen nur sehr langsam voran. Schön und sportlich wars trotzdem!

Nachdem wir immer noch nicht am Meer waren, wollten wir doch nun endlich dahin! Wir waren wir auf Stau und Sucherei eingestellt und umso erstaunter, als unser Plan aufging, welchen wir uns per Karte zurechtgelegt hatten. Ein toller Platz direkt am Strand, keine Leute, keine Stadt. Dafür klarer Himmel, 30 Grad und angenehmes Wasser. Wie geil! Die ersten Gin Tonics waren schnell hergestellt, die Strandmatte ausgebreitet und wir endlich am Meer angekommen. Und auch der Schlaf, mit diesen leise plätschernden Wellen ohne Nebengeräusche, einfach himmlisch. 

Am Strand finden wir nach einer Weile ein Skelett. Christian vermutet einen Wolf, wegen der krassen Reißzähne, Sarah einen Hund, allerdings passt beides irgendwie nicht… Google sagt, es sieht aus wie das Skelett eines kleinen Bären. Aha…

Wir fahren weiter nach Estland. Die letzten Kilometer verwöhnen uns mit nagelneuen Straßen, tollen Wäldern und was ist das: ein kleiner Bär neben der Straße! Das gibt’s ja nicht!!! Wie war das nochmal mit dem Skelett am Strand?

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