2021 – Weltreise Teil 10 – Heimaturlaub beendet

So schön es in Deutschland war, Familie und Freunde wieder zu sehen: Wir müssen wieder los! Es ist Januar 2021, die Coronaregeln werden gefühlt täglich neu festgelegt, alle sind im Lockdown und reisen ist nicht möglich…oder doch?

Wir planen und recherchieren und verwerfen wieder. Unser Bauch würde gerne in den Süden, am liebsten durch Österreich, Slowenien, Kroatien, immer weiter der Sonne nach. Aber da hakt es schon. Dort kommt man ohne weiteres nicht lang. Und würde man es schaffen, kommt man nicht mehr raus… Aber war da nicht was mit Griechenland? Niedrige Coronazahlen, warmes Wetter und so? Wir forschen nach und tatsächlich: Hier tut sich eine Möglichkeit auf. Alles was wir brauchen: Einen negativen PCR-Test (72h ab Probenentnahme gültig und aus dem Herkunftsland) und ein Formular. Der Transit durch Österreich und Italien ist erlaubt, eine Fährüberfahrt dauert 24h. Wir rechnen: Das könnte eine knappe Kiste werden! 72h minus 24h Fähre minus Wartezeit am Hafen minus Anfahrt per LKW durch Österreich und Italien. Wir kommen zu dem Schluss, dass wir es nur schaffen, wenn wir direkt nach Probenentnahme losfahren und die Ergebnisse online erhalten. No Risk no Fun!

Unser erster Stop ist die deutsche Grenze zu Österreich. Hier erwarten uns freundliche Soldaten des österr. Bundesheeres und befragen uns zu unserem Ziel. Nach kurzer Erklärung unsererseits und der Aufforderung, nicht in Österreich anzuhalten ihrerseits, dürfen wir passieren.

Wir fahren über die Brennerautobahn auf kürzestem Wege nach Italien. Wir passieren die Grenze, werden angehalten und sind direkt von 12! Polizisten umstellt. Die (äußerst schick gekleideten) Damen und Herren wollen lediglich unsere Ausweise nebst Führerschein und Papieren für beide Fahrzeuge. Nach 15min intensiver Prüfung sind wir entlassen, ohne zu dem Grund unserer Einreise, unserem Ziel oder einem Covid-19 Test befragt zu werden. Wir fahren straight auf unser Ziel, den Hafen Ancona, zu und übernachten kurz auf einem Autobahnrastplatz (das war übrigens das erste mal). Pünktlich um 10 sind wir am Hafen, um 12 können wir aufs Schiff und um 14 Uhr startet die Reise nach Patras, Griechenland.

Auf dem Schiff ist nichts los (trotzdem werden wir beim Einparken vom Personal ins schwierigste, hinterste Eck manövriert), unsere Kabine ziemlich bequem, das Essen aushaltbar und die Überfahrt ist die ruhigste, die wir je hatten. Wir schlafen tief und fest.

Langsam steigt das Adrenalin. Wird unsere Einreise klappen oder werden wir zurückgeschickt? Wir fahren aus dem Schiff Richtung Ausgang des Hafengeländes. Hier werden wir von netten Personen in Schutzanzügen begrüßt. Sie freuen sich über unsere negativen PCR-Tests und wünschen uns gute Fahrt. Das war ja easy… Nach kurzem Tanken fahren wir zu unserer Unterkunft für die nächsten 4 Wochen (wo wir auch die vorgeschriebene 8-tägige Quarantäne verbringen) und fallen ziemlich müde ins Bett. Unsere „Flucht“ aus Deutschland war doch anstrengender als gedacht. Doch was ist das? Irgendetwas trampelt auf uns herum. Licht an und da sehen wir den Besucher: Eine große Katze will es sich hier gemütlich machen. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Hauptaufgabe unserer nächsten 4 Wochen: Pet-Sitting.

Schon in Deutschland haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir die Quarantäne verbringen und wir auch bei eventuellen Coronaverschärfungen die erste Zeit in Griechenland nutzen könnten. Unsere Wahl fiel auf House-/Pet-Sitting. Schnell fanden wir eine Möglichkeit. Der Deal: Wir passen 4 Wochen auf 5 Katzen auf und erledigen die eine oder andere Reparatur und bekommen dafür ein Haus für uns allein am Meer.

Unser Haus

Neben unserer Hauptaufgabe blieb in den 4 Wochen auch genug Zeit, um sich in das neue Land einzugewöhnen, Ausflüge zu unternehmen und die Seele baumeln zu lassen. Wir besuchten mit dem Motorrad die wundervollen Neda-Wasserfälle, erkundeten die Olivenhaine und die Bergwelt des Hinterlandes, besichtigten die Altstädte von Kyparissia und Kalamata und genossen natürlich die Zeit am Meer.

Die 4 Wochen waren eine interessante Zeit, mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen. Aber unsere Berufung ist das Reisen! Und so machten wir uns auf den Weg, mit unserer rollenden Homebase den Peleponnes zu erkunden. Das Abenteuer sollte erst noch beginnen! Stay tuned!

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