2021 – Weltreise Teil 14 – Kroatien

Nach acht langen Wochen in Deutschland landen wir Anfang August in Dubrovnik, Kroatien. Wir sind etwas aufgeregt: Der Steyr stand die ganze Zeit auf einem abgelegenen Parkplatz am Airport. Ist er aufgebrochen? Abgebrannt? War vielleicht etwas undicht und er steht unter Wasser? Oder eine Öllache unter dem Auto, sodass wir nicht fahren können? Wird das Motorrad noch da sein, welches nicht angeschlossen ist?

Die letzten Meter gehen wir immer schneller und da steht er: äußerlich unversehrt. Auch innendrin alles tippi toppi, es riecht nix komisch, die Akkus sind voll, wir schalten den Kühlschrank an. Zündschlüssel umdrehen und zack, ist er an als wäre er gestern erst abgestellt worden. Läuft! Am Parkhaus nebenan ist ein Wasserhahn, sodass wir gleich die Tanks füllen. So sind wir direkt reisefertig! Während wir so tanken, steht plötzlich die Security neben uns. Oh nein, denken wir. Haben wir etwas Verbotenes gemacht? Sie lachen und freuen sich und erzählen uns, dass sie „unser cooles Auto“ jeden Tag angeschaut haben. Auf Christians Kommentar, dass der Steyr dann ja megasafe stand, grinsen sie und erklären uns, dass hier sowieso alles megasafe ist. Da haben wir uns ja umsonst Sorgen gemacht…

Also verlassen wir das Flughafengelände und schlagen unseren Kurs nach Norden ein. Das Ziel ist Split, wo wir unsere urlaubenden Freunde treffen wollen. Schon die Fahrt an Dubrovnik vorbei, entlang toller Buchten bei untergehender Sonne lässt unsere Herzen höher schlagen. Zwischendurch nächtigen wir offroad im nirgendwo und frühstücken am nächsten in der Gastronomie eines edlen kleinen Weingutes mit fantastischem Blick.

Die Tage mit unseren Freunden vergehen wie im Flug. Wir besichtigen die Städte Split und Omis, üben Saltos von den Klippen des Mittelmeeres und genießen die Sonne und das Dolce Vita. Nur eines genießen wir nicht: Das Busfahren. Bisher hat das überall auf der Welt super geklappt. Aber in Kroatien, zumindest auf der von uns benötigten Strecke, kommt einfach kein Bus obwohl er fahren sollte!!! Einen ganzen Nachmittag versuchen wir einen Bus zu erwischen, braten dabei bei knapp 40 Grad, nur um am Abend unverrichteter Dinge, etwas angebrutzelt, wieder 3km entlang der Fernverkehrsstraße zu unserem Basecamp zurückzulaufen. Also Busfahren rund um Split ist… nix! Einheimische lachen und rollen nur immer ansehnlich mit den Augen, sobald wir fragen, wie das mit dem Bus so funktioniert. Aber zielstrebig schaffen wir es zumindest einmal innerhalb von mehreren Versuchen das erwünschte Ziel fast problemlos zu erreichen.

So schön die Zeit mit unseren Freunden ist, so genießen wir auch die Zeit, wieder on (und off 😉 ) the road zu sein. Wir lassen uns einfach treiben und fahren aufgrund der Hitze immer entlang eines großen und eiskalten Gebirgsflusses.

Obwohl wir nur ca. 10km Luftlinie von der Küste (welche übervoll mit Urlaubern ist) sind, haben wir die grandiose Landschaft für uns allein. Hier und da verbringen wir eine Nacht am Ufer, wo die Temperaturen am Abend angenehm kühl und das Wasser super zum Baden sind. Die Gedanken sind jedoch schon weit vorraus: Wir planen unsere Reise nach Bosnien-Herzegowina.

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