2021 – Weltreise Teil 16 – Serbien

Wie schon im Bericht über Bosnien-Herzegowina geschrieben, sind wir gespannt auf die Einreise nach Serbien, da wir darüber schon wahre Horrorgeschichten gehört haben. Von Ewiger Warterei über Beschlagnahmung von diversen Gegenständen und hohen „Strafzahlungen“ bis hin zu temporären Inhaftierungen bei Nichtakzeptanz der „Strafzahlungen“. Wir rollen also an den Posten der Grenzpolizei. Dort wird absolut korrekt und freundlich reserviert der bürokratische Akt vollzogen und beiläufig gefragt, wohin wir wollen. Als wir statt dem erwarteten „Transit“ sagen, dass wir uns Serbien anschauen wollen, ist es mit der Reserviertheit vorbei. Der Grenzbeamte freut sich sichtlich, dass wir sein Land besuchen und schwupps sind wir durch! Hundert Meter weiter wartet der Zöllner und zieht uns raus. Er hat schon die ganze Zeit gewartet und fragt uns aber lediglich, ob wir was zu verzollen hätten und wohin es ginge. Er kann sich nur mit Mühe das Lachen verkneifen und die Contenance wahren. Und Zack sind wir durch. Das ganze Grenzprozedere hat vielleicht 2min gedauert und war jetzt nicht sooo schlimm 😉.

Unser erster Stop in Serbien ist ein Nationalpark mit Freilichtmuseum (traditionelle serbische Holzhäuser) und alter reaktivierter Schmalspurbahn durch die Berge. Wir buchen eine Bahnfahrt und schon reisen wir wie in vergangenen Zeiten auf tollen Strecken durch grandiose Landschaft.

Schon während der Fahrt beschließen wir, hier länger zu bleiben und den Nationalpark auch auf unseren Rädern zu erkunden. Wir fahren offroad durch dunkle Wälder und hohe Bergketten, teils bei absolutem Nebel. Es wirkt unwirklich und fasziniert.

Wir orientieren uns in Richtung der Hauptstadt Serbiens, Belgrad. Auf dem Weg fahren wir durch schön anzuschauende Gegenden Serbiens. Insgesamt ist es auch hier deutlich schöner als erwartet, überall sind süße Häuser mit tollen Gärten, überall freundliche, äußerst gesprächige Menschen und wider Erwarten super Straßen. Wir queren ein Mittelgebirge mit touristischer Infrastruktur zum Wandern und Skifahren. Überall werden wir herzlich begrüßt und uns wird sofort und ohne Berührungsängste geholfen (um z.B. die kyrillische Speisekarte zu verstehen).

In Belgrad parken wir den LKW wieder mal mitten im Zentrum auf einem PKW-Parkplatz, um uns die Stadt anzuschauen. Hier machen wir richtig viele Kilometer und gehen schick essen. Uns beeindrucken die Prachtbauten und das wundervolle Panorama, denn hier fließt die Sava in die Donau. Auf uns wirkt alles sauber und es gibt unheimlich viele neu gebaute Anlagen. Im Vergleich zu Sarajevo gefällt uns Belgrad richtig gut! Vielleicht kommen wir mal wieder, um auch das über viele Grenzen bekannte Nachtleben der Metropole, mit seinen zahlreichen Partybooten auf den Flüssen, auszuprobieren. Auf uns wirkte es sehr vielversprechend.

Jetzt wo wir an der Donau sind, fahren wir für längere Zeit an der Donau entlang. Hier gibt es hübsche Plätze direkt am Fluss, die zum Übernachten einladen. Unser einziger Abstecher führt uns in den Nationalpark „Banater Sandwüste“. Es soll hier eine einzigartige Wüstenlandschaft mit Dünen und tolle Wanderungen geben. Wir wandern viel, aber die angepriesene Landschaft bleibt uns verborgen. Es gibt zwar einen Kiesboden, dieser ist aber überall mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. Dazwischen gibt es große Weideflächen für Schafe und Kühe. Ernüchtert und frisch trainiert ziehen wir weiter. Es zieht uns nach Rumänien!

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