2021 – Weltreise Teil 18 – Bulgarien

Nach unserer tollen Zeit in Rumänien reisen wir nach Bulgarien ein. Die Grenze als solches bekommen wir kaum mit, da wir nach der Ausreise aus Rumänien vergeblich auf eine Einreise nach Bulgarien warten. Später denken wir, dass es wohl eine kombinierte Abfertigung war. Egal… wir sind ja drin.

Direkt hinter der Grenze biegen wir auf einen Feldweg ab, der direkt ans schwarze Meer führt. Er ist rumpeliger als er aussah, weshalb wir für den einen Kilometer länger benötigen als gedacht.

Der Platz entschädigt dafür aber völlig. Wir stehen in einem kleinen Wäldchen, direkt an der Steilküste. Optimal, um dem Steyr mal einen kleinen Service zukommen zu lassen.

Der Start in Bulgarien verläuft holprig: Das Wetter ist schlecht, vieles schaut trostlos aus und an der Tankstelle versucht die Belegschaft uns abzuzocken. Christian merkt es sofort und klärt die Situation. Auf unserer Weiterreise besichtigen wir ein tolles Felsenkloster, passieren die klangvollen Orte Goldstrand und Sonnenstrand, welche jetzt Ende September ausgestorben brachliegen und steuern das Unesco-Weltkulturerbe „Nessebar“ an. Hier haben viele Sachen noch offen, das Flair ist fantastisch und der historische Ortskern wirklich toll. Aber auch hier erleben wir wieder einen Abzockversuch, diesmal auf einem Bezahlparkplatz. Bisher ist unser Eindruck nicht der Beste…

Auf der Flucht vor der auf Pauschaltourismus ausgerichteten Schwarzmeerküste peilen wir Sofia an. Auf dem Weg dorthin ändert sich das Landschaftsbild drastisch: Wir durchfahren Weinberge, in denen die Ernte in vollem Gange ist, sehen riesige Lavendelfelder und Rosenanbaugebiete (die Rosen sind aber leider zu dieser Jahreszeit verblüht). Wir haben eine tolle Zeit an einem Stausee und beobachten die Locals beim Fischen. Hier ist es ganz anders, als an der Meeresküste.

Und dann setzt der Dauerregen und die Kälte ein. Wir sind in Sofia auf einem Minicampingplatz eines Campingsgeschäfts. Die Mitarbeiter sind total lieb und auch die Infrastruktur ist super. Wir machen Ausflüge nach Sofia und sind total überrascht von der Stadt: Trotz des miesen Wetters gefällt es uns ausgesprochen gut. Es ist eine moderne Stadt mit cosmopolitischem Flair. Es gibt tolle kleine Läden, Cafés und Restaurants mit individuellem Charme. Überall ist es sehr sauber!

Aber der ständige Regen und das nasskalte Wetter nerven. Deshalb beschließen wir, uns auf die Suche nach einer Alternative zu machen und Bulgarien zügig wieder zu verlassen. Insgesamt waren wir nur knapp zwei Wochen in diesem Land, was natürlich nicht reicht, um sich ein Urteil über ein Land erlauben zu können. Trotzdem sind unsere Gefühle ggü. Bulgarien durchwachsen. Vielleicht können wir uns in Zukunft noch einmal einen anderen Eindruck davon verschaffen.

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